
FingerFood
Hörmahl – Groovemelodeske Feingitarren
Mittwoch, 25.05.2011
Die langjährigen Weggefährten Stefan Wiesbrock (Gitarren, Stimme, Humor) und Wolfram Cramer von Clausbruch (Gitarren, Stimme, Hang) haben als Duo FingerFood mit der CD ›Hörmahl‹ reüssiert. Die Synergie dieser beiden außerordentlichen Musiker – sowohl musikalisch als auch persönlich – ist verblüffend! Wolfram Cramer von Clausbruch schafft mit dem seltenen Instrument Hang neue unbekannte Klangwelten, die Wiesbrock mühelos vervollständigt. Die Moderation durch dieses Konzerterlebnis gestaltet Wiesbrock durch seine 1000 - jährige Bühnenpräsenz gekonnt humorvoll und authentisch. Von Cramer von Clausbruchs verbalen Zutaten gewürzt, entsteht ein luxuriöses Galadinner der musikalischen Unterhaltungskunst. Jeder Song hat hier seine eigene musikalische Dichtung, die beim Hörer intensive Gefühle erzeugt. Von meditativ–entspannter Stimmung bis zur emotionalen Achterbahnfahrt ist alles dabei. FingerFood tritt damit aus der endlosen Reihe der ›höher, schneller, weiter‹-Gitarristen heraus – obwohl es durchaus sein kann, dass den beiden aufgrund überschäumender Spielfreude kurzzeitige rasante 32stel Kaskaden durch die Finger laufen. ›Hörmahl‹ ist eine faszinierende Auswahl vollmundiger Kompositionen feinster akustischer Gitarrenmusik mit herzhaft grooviger Geschmacksnote. Ein Kritiker schrieb zum FingerFood-Auftritt im Schwelmer Ibach-Haus u.a.: Stefan Wiesbrock und Wolfram Cramer von Clausbruch, denen eine unverschämt weitgefasste Musikalität zu Gebote steht, geben […] neben der musikalischen Vorstellung auch eine in Worten und Gesten. Leichthin lobt der eine den anderen, man erweist sich in kleinen Neckereien Reverenz, wie das in gut abgehangenen Freundschaften der Fall sein kann. Beide kennen das Image vom ›perfekten‹ Bühnenkünstler und unterlaufen es. Natürlich spielen da keine unbedarften Jungs. Wohl aber zwei, die sich ihre Persönlichkeit bewahrt haben und ihre Authentizität auf eine Weise in ihre Kunst hineintragen, dass bemerkenswerte Musik dabei entsteht und das Gefühl von etwas Wahrem.
Beginn 19.30 Uhr Eintritt 8 € / 6 €


April – Tango del Sur
Tango del Sur – Berlin, Schätze des zeitgenössischen Tangos
Mittwoch, 27.04.2011
Tango del Sur ist ein Quintett in »klassischer« Tangobesetzung – Accordion (Heinz Hox), Violine (Marie Zernack), Klavier (Ludger Ferreiro), Gitarre (Bojan Vuletic), Bass (Thomas Falke).
Was für Argentinier Buenes Aires ist, das ist für die fünf europäischen Musiker Berlin. Deshalb heißt die von Publikum und Kritikern begeistert aufgenommene CD von Tango del Sur auch schlicht: »Berlin«. Das Album steht für urbanen Tango mit Wurzeln in Klassik und Jazz.
Der Tango-Spezialist, Autor und Filmregisseur Arne Birkenstock schreibt dazu: Tango – die Musik vom Río de la Plata hat vor mehr als hundert Jahren die Welt erobert und ist seitdem auch in den Metropolen des Nordens zu Hause, so zum Beispiel in Berlin. Hier hat der Senat die Aufnahmen fünf virtuoser und improvisationsfreudiger Musiker, die modernen Tango mit Leidenschaft und Präzision interpretieren, mit einem Preisgeld gefördert, das die vorliegende CD ermöglichte. Die große Freude über diese wunderbaren Aufnahmen beginnt mit der Auswahl der Stücke: Nicht die hunderttausendsten Einspielungen von »Adios Nonino«, »Libertango« und anderer Gassenhauer des Tango Nuevo sind hier zu hören, sondern wahre und viel zu selten gespielte Schätze der jüngeren Tangoliteratur von Pugliese, Salgán, Schifrin, Ziegler und – natürlich – Astor Piazzolla. Das Ganze klingt urban, fiebrig, streng und spielerisch zugleich – so wie zeitgemäßer Tango als städtische Musik unserer Zeit einfach klingen sollte. Dank also an das Ensemble »Tango del Sur«, das den Tango des Nordens um eine sehr hörenswerte CD bereichert hat.
Beginn 19.30 Uhr Eintritt 8 € / 6 €


Mir Mukhtiyar Ali – Sufiana Qalam & Qawwali
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 17.03.2011
Mir Mukhtiyar Ali wurde 1972 in einem kleinen Dorf im indischpakistanischen Grenzgebiet des Bundesstaates Rajasthan geboren und gehört zur halbnomadischen Mirasi Bruderschaft, die ursprünglich aus der Thar-Wüste stammt. Er repräsentiert die 26. Generation dieser mystischen Bruderschaft, die über Jahrhunderte ihr religiöses Erbe bewahrt hat.
Die Sufi-Mystiker praktizieren die Annäherung an Gott durch verschiedene Techniken, von denen der ekstatische Gesang des Sufiana Qalam eine Form ist. Ähnlich wie Qawwali geht diese, tief im Sufismus verwurzelte pakistanisch-indische Musikform, auf den im heutigen Afghanistan vor rund 800 Jahren geborenen islamischen Mystiker Dschalal ad-Din Muhammad Rumi zurück, der einer der bedeutendsten Dichter des Mittelalters war.
Das Instrumentarium ist seit dem 18. Jahrhundert weitgehend gleich geblieben: rhythmisches Händeklatschen, polyphoner Gesang, Trommeln (Tabla und Dholak) und als wichtige Ergänzung seit dem 19. Jahrhundert das von englischen Missionaren mitgebrachte Harmonium.
Mir Mukhtiyar Ali singt Texte von Sufi-Heiligen, die sich für das Streben nach Gleichheit und Toleranz zwischen den verschiedenen Kasten, Religionen, Nationalitäten und Geschlechtern einsetzen. Die meisten dieser Kompositionen betonen die Liebe als Grundlage der Beziehung zu Gott. Die einzelnen Gesänge sind nicht streng durchkomponiert, sondern Improvisationen, die bis zu 30 Minuten dauern können und als Grundlage klassische Sufitexte, zumeist Gedichte verwenden.
Beginn 18.00 Uhr Eintritt Frei
www.klangkosmos-nrw.de
www.unter-wasser-fliegen.de


Elli und die alten Herren
Ein Musiktheater-Abend zwischen Übermut und Überalterung
Mittwoch, 23.02.2011
Mit ihrem viel beachteten Stück »Bohm & Böhmer« waren die beiden Wuppertaler Schauspieler und Musiker Wolfgang Suchner und Winni Walgenbach in leer stehenden Ladenlokalen Wuppertals zu sehen, Winni Walgenbach ist derzeit mit seinem Theatersolo »Norman«in der Stadt unterwegs.In »Elli und die alten Herren« gehen sie ihren musikalischen und komödiantischen Neigungen nach und haben sich dazu mit Sigi Domke, Texter von Herbert Knebel und Ruhrgebietsautor, sowie der Essener Schauspielerin und Sängerin Melanie Arnold zusammengetan.Hier trifft Dorfdisco-Queen auf Rentnerband, Jugend auf Krankheit, Schönheit auf Erfahrung. Mit anderen Worten: Es treffen Welten aufeinander! Und doch muss man zusammen diesen Abend überstehen, der sich so ganz anders entwickelt als gedacht. Einen im wahrsten Sinne bunten Abend mit viel Musik.Auf der Bühne: Melanie Arnold an den jugendlichen Stimmbändern, Sigi Domke am Bass, Schlagwerk und Medikamenten, Wolfgang Suchner an den Blasinstrumenten, der Trommel und der Galanterie, Winni Walgenbach am Keyboard und Aschenbecher.Mit »Elli und die alten Herren«, ist Domke wieder ein Hit gelungen, der voller Witz und Musik steckt. Das Publikum war so begeistert, dass es gleich zwei musikalische Zugaben vom neuen Dream-Team der Rentner-Rhythmik einforderte. WAZ, Mai 2010
Beginn 19.30 Uhr Eintritt 8 € / 6 €


Elterntheater Himmel & Erde
Susi? Susi!
Mittwoch, 26.01.2011
Für eine geplante Rentner-WG kaufen Jens Krüger und sein Freund Helmut Schmucker, zwei rüstige Rentner, ein großes Haus. Sie wollen sich durch die Weitervermietung an andere Bewohner einen mietfreien Altersruhesitz sichern. Helmut erhofft sich zudem die Pflege im Alter, für Jens ist die Versorgung des Haushalts wichtig. Von einem Inserat fühlen sich die beiden älteren Damen, Rosemarie Schmitt-Heilemann, eine frühpensionierte Lehrerin, und Agnes König, eine einfache Hausfrau, sofort angesprochen. Komplettiert wird die WG durch das Ehepaar Antje und Otto Habsburg, letzterer ein wohlerzogener Pantoffelheld. Doch die Pläne von Jens und Helmut werden ein Reinfall: Die WG-Bewohnerinnen emanzipieren sich, ein Antrag auf Pflegestufe 3 holt eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst ins Haus, Zeitungsinserate und telefonische Bestellungen bringen die falschen Menschen ins Haus, Familienmitglieder tauchen unerwartet auf…Bei so viel Betrieb in der Rentner-WG ist das Chaos unvermeidlich. Ein heilloses Durcheinander mit Verwechslungen, Verdächtigungen, falschen Anschuldigungen und Wirrun-gen ohne Ende ist die Folge.Susi? Susi! ist die »22. Inszenierung« des Kult-Ensembles von der Birkenhöhe; diesmal nach einer Verwechslungskomödie von Wolfgang Bräutigam. Seit 1985 begeistern Eltern von Kindern, die die Grundschule Birkenhöhe besuchen (oder besuchten) ein stetig wachsendes Publikum mit ihren temporeichen Komödien. In der anstiftung sind die Inszenierungen von »Himmel & Erde« mittlerweile fester und beliebter Bestandteil des Programms.
Beginn 19.30 Uhr Eintritt 8 € / 6 €
