September – Zuf de Zur

Zuf de Zur – Partisanenlieder aus dem Friaul
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 22.09.2011

Zuf de Zur beschäftigten sich mit der einzigartigen musikalischen Tradition des Friaul, einer Grenzregion im Nordosten Italiens mit bewegter und wechselhafter Geschichte.

Die Gruppe wurde 1994 in Gorizia gegründet, einer Stadt im italienisch-slowenischen Grenzgebiet zwischen Balkan, Bergen und Venetien, wo sich seit Jahrhunderten vielfältige Sprachen, Kulturen und Musiken mischen. So haben zahlreiche kulturelle Einflüsse die facettenreichen rhythmischen und melodischen Klänge der Musik des Friaul geprägt.

Zuf de Zur haben eine eigene musikalische Sprache entwickelt, um die lustigen wie traurige Geschichten zu erzählen, sie fein zu verweben mit melancholischen und beschwingten Klängen, gespeist aus den vielen Quellen. Die Texte werden in slowenischer Sprache, auf Istro Veneto, Friaul, Jiddisch und Deutsch gesungen – alles Sprachen, die historisch in Gorizia gesprochen wurden.

Gerade während des Faschismus spielte diese Region eine besondere Rolle. Zuf de Zur stellen jene wichtige Epoche lokaler Geschichte in den Mittelpunkt ihrer musikalischen Arbeit. In Erinnerung an die Toten des antifaschistischen Widerstandes präsentieren sie eigene Kompositionen und neue Arrangements von bedeutsamem Liedmaterial. ›Zog nit keyn mol‹, die Hymne des Widerstandes im Vilnaer Ghetto, ›Madonuta‹, ein Lied aus einem Film von Pierpaolo Pasolini oder Interpretationen von Partisanenliedern wie ›La Brigata Garibaldi‹ oder ›Bella Ciao‹. Mit ihren inhaltlich engagierten Konzertprogrammen sind Zuf de Zur inzwischen zu einer der beliebtesten Bands der italienischen Ethno-Folk-Szene und zu einer starken Stimme für die Menschlichkeit geworden – auch im heutigen Italien mit seinen manchmal politisch schwierigen Zeiten.

Beginn 18.00 Uhr Eintritt Frei

www.klangkosmos-nrw.de
www.unter-wasser-fliegen.de


August – Yoyo Feliz

Yoyo Feliz
Brasilianischer Sommerabend
Mittwoch, 31.08.2011

In der Kulturoffensive anstiftung präsentiert das Lutherstift mit dem Trio Yoyo Feliz ein stimmungsvolles Sommerkonzert im Garten mit brasilianischer Live-Musik auf höchstem Niveau.
Die Band zelebriert einen akustischem Sound, ganz wie er in den brasilianischen Bars zu hören ist, in der Besetzung Gesang, klassischer Gitarre und Percussion. An diesem Abend wird die brasilianische Sängerin Gie Ribeiro besonders die gefühlvolle Seite ihrer Heimat vorstellen und den Zuhörer mitnehmen auf einen musikalischen Streifzug von Rio bis zum Nordosten Brasiliens.  Zu hören gibt es ein feines Programm aus Bossa Nova, Samba und vielen romantischen Titeln aus der MPB, der „Musica Popular Brasileira“.
Es heisst also: Zurücklehnen, entspannen und ganz tief eintauchen in den südamerikanischen Sound.

Beginn 19.30 Uhr   Eintritt 8 € / 6 €


Sommerpause im Juli


Juni – Romengo

Romengo – Oláh Gypsy Music
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 09.06.2011

Romengo aus Budapest stehen für einen neuen Klang in der Musik der Sinti und Roma, der Zeugnis von der großen Vitalität und Dynamik des uralten Erbes ihrer Kultur gibt. Romengo gehören zu den Oláh. Diese Bezeichnung wurde für Vlach-Roma oder Walachen verwendet, die nach dem Ende der türkischen Besetzung im 18. Jahrhundert aus den Fürstentümern Moldau und Walachei (heutiges Rumänien), wo sie Jahrhunderte unter Leibeigenschaft und Versklavung gelitten hatten, nach Ungarn einwanderten.
Roma haben über alle Zeiten immer Elemente aus ihrer jeweiligen Umgebungskultur in ihre Musik einfließen lassen, die dann selbstverständlich zu ›ihrer‹ Musik wurde, so als sei diese schon von ihren Vorfahren aus Indien mitgebracht worden. Folglich stellt der kroatische Musikologe Svanibor Pettan fest: ›In dem Moment, wo ein Roma ein nicht Roma-Lied spielt, wird dieses Lied … zum Roma-Lied.‹
Oláh-Gypsies benutzten ursprünglich nur ihre Stimme und Haushaltsgegenstände wie Wasserkannen und Holzlöffel als Instrumente, was von ihrer nomadischen Tradition zeugt. Zum traditionellen Repertoire gehören Tanzlieder als eine der wichtigsten musikalischen Formen neben dem langsamen lyrischen Lied.
In dieser Tradition steht Romengo. Die experimentierfreudigen Musiker um die charismatische Sängerin Monika Lakatos schaffen eigene Kompositionen im Oláh-Stil sowie innovative Interpretationen von Liedern, die von Generation zu Generation in ihren Familien weitergegeben wurden.
Zum typischen Rhythmus der Milchkannen und zu Monika Lakatos’ anerkannt gefühls- und kraftvollen Stimme fügen sich virtuos Streichinstrumente und Gitarre und bilden so den Klang der jungen, weltoffenen Generation von Roma-Musikern des 21. Jahrhunderts!

Beginn 18.00 Uhr Eintritt Frei

www.klangkosmos-nrw.de
www.unter-wasser-fliegen.de



Mai – FingerFood



FingerFood

Hörmahl – Groovemelodeske Feingitarren
Mittwoch, 25.05.2011

Die langjährigen Weggefährten Stefan Wiesbrock (Gitarren, Stimme, Humor) und Wolfram Cramer von Clausbruch (Gitarren, Stimme, Hang) haben als Duo FingerFood mit der CD ›Hörmahl‹ reüssiert. Die Synergie dieser beiden außerordentlichen Musiker – sowohl musikalisch als auch persönlich – ist verblüffend! Wolfram Cramer von Clausbruch schafft mit dem seltenen Instrument Hang neue unbekannte Klangwelten, die Wiesbrock mühelos vervollständigt. Die Moderation durch dieses Konzerterlebnis gestaltet Wiesbrock durch seine 1000 - jährige Bühnenpräsenz gekonnt humorvoll und authentisch. Von Cramer von Clausbruchs verbalen Zutaten gewürzt, entsteht ein luxuriöses Galadinner der musikalischen Unterhaltungskunst. Jeder Song hat hier seine eigene musikalische Dichtung, die beim Hörer intensive Gefühle erzeugt. Von meditativ–entspannter Stimmung bis zur emotionalen Achterbahnfahrt ist alles dabei. FingerFood tritt damit aus der endlosen Reihe der ›höher, schneller, weiter‹-Gitarristen heraus – obwohl es durchaus sein kann, dass den beiden aufgrund überschäumender Spielfreude kurzzeitige rasante 32stel Kaskaden durch die Finger laufen. ›Hörmahl‹ ist eine faszinierende Auswahl vollmundiger Kompositionen feinster akustischer Gitarrenmusik mit herzhaft grooviger Geschmacksnote. Ein Kritiker schrieb zum FingerFood-Auftritt im Schwelmer Ibach-Haus u.a.: Stefan Wiesbrock und Wolfram Cramer von Clausbruch, denen eine unverschämt weitgefasste Musikalität zu Gebote steht, geben […] neben der musikalischen Vorstellung auch eine in Worten und Gesten. Leichthin lobt der eine den anderen, man erweist sich in kleinen Neckereien Reverenz, wie das in gut abgehangenen Freundschaften der Fall sein kann. Beide kennen das Image vom ›perfekten‹ Bühnenkünstler und unterlaufen es. Natürlich spielen da keine unbedarften Jungs. Wohl aber zwei, die sich ihre Persönlichkeit bewahrt haben und ihre Authentizität auf eine Weise in ihre Kunst hineintragen, dass bemerkenswerte Musik dabei entsteht und das Gefühl von etwas Wahrem.

Beginn 19.30 Uhr   Eintritt 8 € / 6 €


April – Tango del Sur

April – Tango del Sur
Tango del Sur – Berlin, Schätze des zeitgenössischen Tangos
Mittwoch, 27.04.2011

Tango del Sur ist ein Quintett in »klassischer« Tangobesetzung – Accordion (Heinz Hox), Violine (Marie Zernack), Klavier (Ludger Ferreiro), Gitarre (Bojan Vuletic), Bass (Thomas Falke).
Was für Argentinier Buenes Aires ist, das ist für die fünf europäischen Musiker Berlin. Deshalb heißt die von Publikum und Kritikern begeistert aufgenommene CD von Tango del Sur auch schlicht: »Berlin«. Das Album steht für urbanen Tango mit Wurzeln in Klassik und Jazz.
Der Tango-Spezialist, Autor und Filmregisseur Arne Birkenstock schreibt dazu: Tango – die Musik vom Río de la Plata hat vor mehr als hundert Jahren die Welt erobert und ist seitdem auch in den Metropolen des Nordens zu Hause, so zum Beispiel in Berlin. Hier hat der Senat die Aufnahmen fünf virtuoser und improvisationsfreudiger Musiker, die modernen Tango mit Leidenschaft und Präzision interpretieren, mit einem Preisgeld gefördert, das die vorliegende CD ermöglichte. Die große Freude über diese wunderbaren Aufnahmen beginnt mit der Auswahl der Stücke: Nicht die hunderttausendsten Einspielungen von »Adios Nonino«, »Libertango« und anderer Gassenhauer des Tango Nuevo sind hier zu hören, sondern wahre und viel zu selten gespielte Schätze der jüngeren Tangoliteratur von Pugliese, Salgán, Schifrin, Ziegler und – natürlich – Astor Piazzolla. Das Ganze klingt urban, fiebrig, streng und spielerisch zugleich – so wie zeitgemäßer Tango als städtische Musik unserer Zeit einfach klingen sollte. Dank also an das Ensemble »Tango del Sur«, das den Tango des Nordens um eine sehr hörenswerte CD bereichert hat.

Beginn 19.30 Uhr   Eintritt 8 € / 6 €


März – Mir Mukhtiyar Ali

Mir Mukhtiyar Ali – Sufiana Qalam & Qawwali
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 17.03.2011

Mir Mukhtiyar Ali wurde 1972 in einem kleinen Dorf im indischpakistanischen Grenzgebiet des Bundesstaates Rajasthan geboren und gehört zur halbnomadischen Mirasi Bruderschaft, die ursprünglich aus der Thar-Wüste stammt. Er repräsentiert die 26. Generation dieser mystischen Bruderschaft, die über Jahrhunderte ihr religiöses Erbe bewahrt hat.
Die Sufi-Mystiker praktizieren die Annäherung an Gott durch verschiedene Techniken, von denen der ekstatische Gesang des Sufiana Qalam eine Form ist. Ähnlich wie Qawwali geht diese, tief im Sufismus verwurzelte pakistanisch-indische Musikform, auf den im heutigen Afghanistan vor rund 800 Jahren geborenen islamischen Mystiker Dschalal ad-Din Muhammad Rumi zurück, der einer der bedeutendsten Dichter des Mittelalters war.
Das Instrumentarium ist seit dem 18. Jahrhundert weitgehend gleich geblieben: rhythmisches Händeklatschen, polyphoner Gesang, Trommeln (Tabla und Dholak) und als wichtige Ergänzung seit dem 19. Jahrhundert das von englischen Missionaren mitgebrachte Harmonium.
Mir Mukhtiyar Ali singt Texte von Sufi-Heiligen, die sich für das Streben nach Gleichheit und Toleranz zwischen den verschiedenen Kasten, Religionen, Nationalitäten und Geschlechtern einsetzen. Die meisten dieser Kompositionen betonen die Liebe als Grundlage der Beziehung zu Gott. Die einzelnen Gesänge sind nicht streng durchkomponiert, sondern Improvisationen, die bis zu 30 Minuten dauern können und als Grundlage klassische Sufitexte, zumeist Gedichte verwenden.

Beginn 18.00 Uhr   Eintritt Frei

www.klangkosmos-nrw.de
www.unter-wasser-fliegen.de



Februar – Elli und die alten Herren

Elli und die alten Herren
Ein Musiktheater-Abend zwischen Übermut und Überalterung
Mittwoch, 23.02.2011

Mit ihrem viel beachteten Stück »Bohm & Böhmer« waren die beiden Wuppertaler Schauspieler und Musiker Wolfgang Suchner und Winni Walgenbach in leer stehenden Ladenlokalen Wuppertals zu sehen, Winni Walgenbach ist derzeit mit seinem Theatersolo »Norman«in der Stadt unterwegs.In »Elli und die alten Herren« gehen sie ihren musikalischen und komödiantischen Neigungen nach und haben sich dazu mit Sigi Domke, Texter von Herbert Knebel und Ruhrgebietsautor, sowie der Essener Schauspielerin und Sängerin Melanie Arnold zusammengetan.Hier trifft Dorfdisco-Queen auf Rentnerband, Jugend auf Krankheit, Schönheit auf Erfahrung. Mit anderen Worten: Es treffen Welten aufeinander! Und doch muss man zusammen diesen Abend überstehen, der sich so ganz anders entwickelt als gedacht. Einen im wahrsten Sinne bunten Abend mit viel Musik.Auf der Bühne: Melanie Arnold an den jugendlichen Stimmbändern, Sigi Domke am Bass, Schlagwerk und Medikamenten, Wolfgang Suchner an den Blasinstrumenten, der Trommel und der Galanterie, Winni Walgenbach am Keyboard und Aschenbecher.Mit »Elli und die alten Herren«, ist Domke wieder ein Hit gelungen, der voller Witz und Musik steckt. Das Publikum war so begeistert, dass es gleich zwei musikalische Zugaben vom neuen Dream-Team der Rentner-Rhythmik einforderte. WAZ, Mai 2010

Beginn 19.30 Uhr   Eintritt 8 € / 6 €


Januar – Elterntheater Himmel & Erde

Elterntheater Himmel & Erde
Susi? Susi!
Mittwoch, 26.01.2011

Für eine geplante Rentner-WG kaufen Jens Krüger und sein Freund Helmut Schmucker, zwei rüstige Rentner, ein großes Haus. Sie wollen sich durch die Weitervermietung an andere Bewohner einen mietfreien Altersruhesitz sichern. Helmut erhofft sich zudem die Pflege im Alter, für Jens ist die Versorgung des Haushalts wichtig. Von einem Inserat fühlen sich die beiden älteren Damen, Rosemarie Schmitt-Heilemann, eine frühpensionierte Lehrerin, und Agnes König, eine einfache Hausfrau, sofort angesprochen. Komplettiert wird die WG durch das Ehepaar Antje und Otto Habsburg, letzterer ein wohlerzogener Pantoffelheld. Doch die Pläne von Jens und Helmut werden ein Reinfall: Die WG-Bewohnerinnen emanzipieren sich, ein Antrag auf Pflegestufe 3 holt eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst ins Haus, Zeitungsinserate und telefonische Bestellungen bringen die falschen Menschen ins Haus, Familienmitglieder tauchen unerwartet auf…Bei so viel Betrieb in der Rentner-WG ist das Chaos unvermeidlich. Ein heilloses Durcheinander mit Verwechslungen, Verdächtigungen, falschen Anschuldigungen und Wirrun-gen ohne Ende ist die Folge.Susi? Susi! ist die »22. Inszenierung« des Kult-Ensembles von der Birkenhöhe; diesmal nach einer Verwechslungskomödie von Wolfgang Bräutigam. Seit 1985 begeistern Eltern von Kindern, die die Grundschule Birkenhöhe besuchen (oder besuchten) ein stetig wachsendes Publikum mit ihren temporeichen Komödien. In der anstiftung sind die Inszenierungen von »Himmel & Erde« mittlerweile fester und beliebter Bestandteil des Programms.

Beginn 19.30 Uhr   Eintritt 8 € / 6 €