Juni – Mariem Hassan

Mariem Hassan
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 13.06.2013

Sie ist die Stimme der Westsahara und des sahrauischen Volkes, das seit fast vier Jahrzehnten im Exil lebt.
Sie wurde 1958 in eine Nomadenfamilie in der Westsahara geboren, als das Land noch unter spanischer Besatzung stand. Als Kind sang sie bei Festen und Versammlungen, und es dauerte nicht lange, bis sie auch die Lieder der Unabhängigkeitsbewegung Frente Polisario sang. Nach dem Tod von Diktator Franco zog sich Spanien 1976 aus der Westsahara zurück, doch unmittelbar darauf besetzte Marokko das Land. Die meisten Nomaden flohen vor den blutigen Kämpfen nach Algerien, auch Mariems Familie.
Wie Hunderttausende anderer Flüchtlinge lebt sie heute in Smara, einer der vier riesigen Zeltstädte, die komplett auf internationale Unterstützung angewiesen sind. Die sahrauischen Frauen sind die Stütze dieser Flüchtlingslager. Sie organisieren das Zusammenleben und versuchen, auch unter unwürdigen Bedingungen einen Rest von Würde zu bewahren. Dazu gehört, daß in jedem Flüchtlingslager auch mehrere Musikgruppen arbeiten, denn Musik und Poesie sind die Identitätszeichen des vertriebenen sahrauischen Volkes und wurden im Laufe der Jahre zu einer kulturellen Waffe gegen die Unterdrückung.
In diesem politischen Klima begann Mariem Hassan, professionell zu singen, wurde mit ihrer Gruppe „El Uali“ zur kulturellen Botschafterin der Frente, bereiste zahllose Länder und warb mit ihren Konzerten um internationale Solidarität für ihr Volk. Mariems Lieder erzählen Geschichten vom Alltag im Exil, von den Widersprüchen zwischen Tradition und Modernität, von der Identität ihres Volkes und der Sehnsucht nach Heimat. Sie singt ihre Lieder in Hassania, einem arabischen Dialekt, der in der Westsahara verwurzelt ist.

Beginn 18.00 Uhr // Eintritt Frei

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Mai – SCHERBEkontraBASS

SCHERBEkontraBASS
DER Ton Steine Scherben & Rio Reiser-Abend
Mittwoch, 29.05.2013

Ton Steine Scherben waren eine der einflussreichsten deutschsprachigen Bands. ›Macht kaputt, was euch kaputt macht‹, ›Keine Macht für Niemand‹ und viele andere Lieder der Band haben sich bis in die heutige Zeit gerettet und nichts von ihrer Brisanz eingebüßt.
Marius del Mestre stieß als Gitarrist 1981 zu ›Ton Steine Scherben‹, die von 1970 bis 1985 für eine ganze Generation Musik machten. Niemand singt derzeit so intensiv und authentisch die Lieder des größten deutschen Songpoeten Rio Reiser wie del Mestre. Begleitet wird er dabei von einem der vielseitigsten Kontrabassisten: Akki Schulz.
Durch die Beschränkung auf akustische Instrumente ohne Schlagzeug kommen der Witz, die Leidenschaft und die Schärfe der Texte noch mehr zur Geltung. Und es rockt. Das Duo pflegt den Scherben-Mythos, ohne belanglos nachzuträllern. Beide treffen den rotzigen Rio-Reiser-Ton wunderbar, ohne dabei ihre eigene Persönlichkeit zu verleugnen. Beide spielen virtuos ihre Instrumente. Gerade der Kontrabass gibt den Stücken einen ganz eigenen Reiz. Akki und Marius fallen sich gegenseitig ins Wort, treiben sich bei Soli den Schweiß auf die Stirn …
Scherbekontrabass gelten nach über 200 Konzerten im deutschen Sprachraum zwischen Hiddensee und Zürich als die Rio-Reiser-Interpreten. Die Presse stellt sie noch über Jan Plewka. Für ihre Fans sind sie das einzige Rio/Scherben-Projekt mit Anspruch auf Kultstatus.

Beginn 19.30 Uhr // Eintritt 8 € / 6 €


April – Carl Biebighäuser

Carl Biebighäuser
Der Robin Hood des Bergischen Landes
Mittwoch, 24.04.2013

Der Schauspieler Olaf Reitz hat sich im Wuppertaler Stadtarchiv durch die Zeitungen der Jahre 1873/74 gelesen und die Geschichte des Räuberhauptmanns Carl Biebighäuser recherchiert. Aus dem Material hat Reitz ein spannendes Feature produziert, das als Hörbuch-CD erhältlich ist. In der anstiftung präsentiert er die spektakuläre Räuberpistole gemeinsam mit der Schauspielerin Caroline Keufen und der Akkordeonistin Ute Völker als musikalische Live-Lesung:

In den 1870er Jahren treibt der gelernte Färber Carl Biebighäuser (03.12.1842 – 18.05.1900) sein Unwesen im Tal der Wupper. Von Elberfeld bis Barmen, zwischen Schwelm, Neviges und Altena gilt er als »Robin Hood« oder »Schinderhannes« des Bergischen Landes, und ist der »Star« seiner Zeit.

In der Nacht des 30. März 1874 wird Biebighäuser durch Verrat in einer Höhle am Mirker Busch überrascht und verhaftet.
Der durch zahllose Tumulte gestörte Prozess endete erst nach der Räumung des Gerichtsgebäudes und der angrenzenden Straßen am 29. Juli 1874 um 1 Uhr nachts. Kurz darauf kann Biebighäuser aus der fliehen, doch bald wird Biebighäuser mit seiner Bande erneut verhaftet und endgültig für zehn Jahre eingesperrt. Nach langen Jahren im Gefängnis und der Rückkehr ins Tal macht Biebighäuser mit einem Streifenpolizisten bekanntschaft, pikanterweise in einem »Etablissement« An der Fuhr, dem heutigen Islandufer. Das führt zur erneuten Verhaftung Biebighäusers. Er gilt als nicht mehr resozialisierbar und wird nach Amerika abgeschoben. Kurze Zeit später aber ist Carl Biebighäuser wieder da. Er behauptet, sie hätten ihn in Amerika gar nicht erst einreisen lassen und ihn direkt wieder zurückgeschickt: »En Amerika hatten se schleite Völker genoch, do konnten se meck nit bruken«.

Beginn 19.30 Uhr // Eintritt 8 € / 6 €


März – Valeri Dimchev Trio

Valeri Dimchev Trio
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 21.03.2013

Die Musik des Valeri Dimchev Trio ist tief verwurzelt in den Melodien und Rhyth-men der traditionellen bulgarischen Mu-sik. Die Klänge der Langhalslaute Tambura und der Kelchtrommel Tarambouka be-gleitet von der markanten Stimme der Sängerin Desislava Dimcheva sind cha-rakteristisch für diesen Musikstil.

Um die Geschichte und die Feinheiten der traditionellen Spielweise, die Ge-sangstechniken und die Instrumente in-tensi-ver kennen zu lernen, verbrachten die drei Musiker viel Zeit in den Dörfern ihres Landes. Sie begegneten den Nach-kom-men bulgarischer Flüchtlinge aus Ma-ze-donien und Thrakien, die heute fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, aber auch Menschen aus türkisch-osmani-schen, russischen und armenischen Kul-turen der Schwarzmeerregion.

In der Musik spiegelt sich die wechsel-volle Ge-schichte des Landes im Kreuz-punkt zwi-schen Ost und West. Neben den beiden Nationalinstrumenten, der Hirten-flöte Kaval und dem Thrakischen Dudelsack Gaida fanden die ana-tolische Oboe Zurna, die einsaitige gestri-chene Laute Gusla und Knie-geige Gadulka (Kemenche), die Trom-meln Tapan (Tupan, Davul), die Tarambuka (Darbuka) und die Langhalslaute Tambura Eingang in die bulgarische Musik. Letztere gilt als Schwester der italienischen Mandoline, der russischen Balalaika und der türkischen Baglama.

Beginn 18.00 Uhr // Eintritt Frei

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Februar – Stella´s Morgenstern

Stella´s Morgenstern
Lieder von Liebe, Lust und Leidenschaft
Mittwoch, 27.02.2013

Stella Jürgensen, bekannt u.a. durch ihre neuen jiddischen Chansons, mit denen sie als Lead-Sängerin von »Stella & Ma Piroschka« die Weltmusikszene begeistert, startet ein neues Solo-Programm mit Liedern und Balladen über die Liebe in all ihren Facetten.
Nach intensiver Beschäftigung mit traditioneller jiddischer Musik und parallel zum Chanson-Programm nach Texten der Lyrikerin Rajzel Zychlinski, geht Stella musikalisch nun neue Wege. Ihre tiefe und farbenreiche Altstimme mit ungewöhnlichem Klangvolumen schafft eine Atmosphäre von Wärme und Vertrautheit.

Die Songs erzählen von Begehren und Verlangen, von emotionalen Umbrüchen, Lebenskrisen, Trennungen und Abschiedsschmerz, von Neuanfängen, Freude und Lebensglück, Träumen und Sehnsüchten.
Mit Hingabe und einer Prise Augenzwinkern besingt Stella die Höhen und Tiefen des Lebens – in packenden Melodien, melancholischen Balladen und heiteren Songs, die zum Tanz animieren und angelehnt sind an deutscher, anglo-amerikanischer und jiddischer Folk-Tradition.
Die Lieder stammen größtenteils aus der Feder des Zeichners und Musikers prof*merose. Arrangiert wurden die Songs von Stella (Gesang, Autoharp, Ukulele) und Andreas Hecht (Gitarren, Ukulele, Dulcimer, Banjo, Backvocals), mit dem sie auch im Lutherstift auftritt.

Anrührend, aber nicht rührselig; emotional, aber nicht sentimental, lebensbejahend und voller Zuversicht – ein Abend mit Liedern, die einladen zum Mitsingen, unmittelbar ins Herz treffen und dabei klingen, als gehörten sie längst zum festen Bestandteil der internationalen Weltmusik-Szene.

Beginn 19.30 Uhr // Eintritt 8 € / 6 €


Januar – Elterntheater Himmel & Erde

Elterntheater Himmel & Erde
Gaunerei im Trödelladen
Mittwoch, 30.01.2013

Eine Gaunerkomödie, ein Krimi? Wer weiß, was das überaus beliebte Elterntheater Himmel & Erde aus der Gangster-Krimi-Kiste zaubern wird…

Viele Jahre betreiben die Schwestern Charlotte und Marlene schon ihren Trödelladen, der aber nicht viel abwirft, denn Marlene liebt überraschende Einkäufe von »hochwertigen« Antiquitäten. Zudem macht Charlottes Sohn Konrad, der als Geschäftsführer im Laden die Mutter unterstützen soll, immer wieder Anleihen bei seiner Mutter. Nun scheint auch noch seine Ehe mit Florentine, einer Boutique-Besitzerin, in die Brüche zu gehen. Ihre Tochter Stella ist bei ihrer Oma Charlotte eingezogen, um ihre Ausbildung als Musicaldarstellerin in Ruhe abschließen zu können. Dort trifft sie auch immer ihren ungeduldigen Freund David, einen Polizisten, der sie gern heiraten möchte.
Dann überschlagen sich die Ereignisse! Zwei Detektive erscheinen immer wieder unangemeldet mit seltsamen Fragen im Laden, ein Kleinganovenpaar durchsucht ihn zu nächtlicher Stunde, und auch die Familie hat für Marlene und Charlotte noch einige Überraschungen bereit.

»Gaunerei im Trödelladen« ist die 24. (!) Inszenierung des Kult-Ensembles von der Birkenhöhe. Seit 1985 begeistern Eltern von Kindern, die die Grundschule Birkenhöhe besuchen (oder besuchten) ein stetig wachsendes Publikum mit ihren temporeichen Komödien. Seit einigen Jahren schon gastieren sie stets im Januar im Lutherstift und sorgen auch hier für Lachsalven und Begeisterungsstürme.

Beginn 19.30 Uhr // Eintritt 8 € / 6 €


Dezember – Sixto Corbalán

Sixto Corbalán
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 06.12.2012

Sixto Corbalán kommt aus Asunción, der Hauptstadt Paraguays, einem Binnenstaat des südamerikanischen Subkontinents. Der Name Paraguay ist ein Ausdruck aus der Sprache der Ureinwohner des Landes, der Guaraní, der bedeutet ›Wasser, das zum Wasser geht‹.
Sixto Corbalán ist ein Virtuose auf der paraguayischen Harfe, dem Nationalinstrument seiner Heimat. Zahlreiche internationale Tourneen führten Sixto Corbalán durch Lateinamerika, Asien und Europa. Er gilt heute als einer der führenden Solisten auf diesem Instrument, und auch als einer der wichtigsten und innovativsten Komponisten dieses Instrumentes. Mit seinem Repertoire, das neben der reichen traditionellen Folklore und Eigenkompositionen auch die Werke anderer zeitgenössischer Komponisten umfasst, blickt er weit über die Grenzen Paraguays hinaus.
Dies entspricht der Tradition des Instruments: Die paraguayische Harfe entstand als Symbiose zweier Kulturen. Heute sind knapp 90 Prozent der Bevölkerung des Landes Mestizen. Sie sind Nachkommen von Verbindungen zwischen Guaraní-Indianerinnen mit spanischen Einwanderern vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Spanische Jesuitenpater hatten im 17. Jahrhundert das damalige Modeinstrument Europas in die Kolonie der ›Neuen Welt‹ gebracht und für ihre Missionierung eingesetzt. Die Guaraní-Indianer adoptierten die Harfe schnell, perfektionierten die Bauweise für ihre Bedürfnisse und schufen ihr eigenes Repertoire. Das Ergebnis ist die heutige Paraguay-Harfe mit 36 diatonisch gestimmten Saiten und 150 Zentimetern Höhe. Sie ist fünf Halbtöne höher als die europäische Harfe gestimmt und gilt als kreolischer Klangkörper. Bis heute ist die paraguayaische Harfe das wichtigste Instrument der lebendigen Musiktraditionen des Landes und wird von zahlreichen Harfenbauern im Land hergestellt.

Beginn: 18.00 Uhr // Eintritt Frei

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November – Ina & das Trio Therapie

Hotz & Co.
Pop-, Jazz- und Soul-Comedy
Mittwoch, 28.11.2012

Eine s(w)ingende Psychologin (Ina Wohlgemuth am Mikro) und drei Therapie-Desperados gehen an ihre Grenzen! ›Es muss eine richtige Welt in der falschen geben‹, sagt die Therapeutin und wagt sich mit dem musiktherapeutischen Experiment ›Psychodrama‹ auf die Bühne.
Der verlorene Guru aus Oer-Erkenschwick (Tom Victor am Piano), befragt dabei nach einer Körperwanderung auf der Suche nach seiner Seele und Sekte sein Klavier. Der Großmeister der Körperwelten am Bass aus Dresden (Michael Ledig am Kontrabass) hält sich derweil für austherapiert und für Gottes Geschenk an die westliche Welt und bietet sich beharrlich den Menschen als ›Sächsich-Lehrer‹ an. Und dem freundlichen Gerd (Volker Spitz an den Drums) hat seine Mama zum 50sten Geburtstag diese musikalische Therapie geschenkt, damit der Sohn doch irgendwann freiwillig von zu Hause auszieht.
Die vier Musiker und Kabarettisten haben sich gemeinsam und in unterschiedlichen Formationen längst ihre Fangemeinde erspielt, z.B. mit ›Teilzeitjazz‹ (2009 Auftritt beim WDR Kabarettfest mit Dieter Nuhr) oder ›Frau W und die Direktoren‹ (einem mittlerweile viel gebuchten Unternehmens-Musikkabarett).
Dabei verbindet Ina Wohlgemuth ihre praktische Erfahrung als Psychologin und Coach mit ihrer künstlerischen Welt als Sängerin und (Ver)Texterin von Ohrwürmern. Volker Spitz ist als sprechender Trommler und schräger Comedian in seinen vielseitigen Rollen bekannt und beliebt. Tom Victor ist aktives Gründungsmitglied der Band ›KommMitManns‹, mit der er seit über 20 Jahren deutschland- und europaweit auf Tour ist. Michael Ledig ist nach seiner Profikarriere in der DDR, in der er u.a. bei der Band ›Lift‹ spielte, auch im Westen längst ein viel gefragter Musiker. Als Bass-Akrobat hat er auf zahlreichen internationalen Galakonzerten und in TV-Shows gespielt und war wiederholt Gast bei Jürgen von der Lippe.

Beginn: 19.30 Uhr // Eintritt: 8 € / 6 €


Oktober – Hotz & Co.

Hotz & Co.
Swingin´Stories
Mittwoch, 31.10.2012

Kann man Witz und Humor aus Musik heraushören? Man kann!

Jedenfalls wenn Hotz & Co. ihre minimalistischen Ragtime- und Swingnummern zum Besten geben – eine swingende Tour de Force mit brillanten Arrangements und prägnanten Improvisationen, die geradewegs in die locker und leicht klingende Welt des Swing führt.

In seiner Interpretation von Jazz-Klassikern und auch modernen Titeln verbindet das Trio enthusiastisches Instrumentalspiel mit einem leichten Augenzwinkern. Die Unplugged-Künstler verstehen es vortrefflich, ihre Instrumente in einen unterhaltsamen Kontext zu bringen. Gewürzt wird das opulente Jazz-Menü stiltypisch mit einigen Soli. ›Minimalistisch, leise, raffiniert‹, urteilt die Fachpresse

Die faszinierende Darbietung der Herren Hotz, Lipski und Ferdinand erreicht ein Publikum jenseits allen Schubladendenkens.

Freuen Sie sich auf ein unvergessliches Erlebnis und machen Sie einen Ausflug in die musikalische Welt von Hotz & Co. swingin´stories.

Beginn: 19.30 Uhr // Eintritt: 8 € / 6 €


September – Widymo

Widymo
Klangkosmos Weltmusik
Donnerstag, 20.09.2012

Das Ensemble Widymo wurde im Jahr 2000 in der polnisch-ukrainischen Grenzstadt Sanok im San-Tal (Süd-Ost-Karpaten) gegründet. In dieser Region treffen seit Jahrhunderten Einflüsse aus dem römisch-katholischen Westen und dem byzantinisch-orthodoxen Osten aufeinander. Hier entstand ein Ort der Begegnung, Konfrontation und Verschmelzung unterschiedlicher Kulturen, ethnischer Gruppen und Religionen. Sinti und Roma, Russen, Polen, Slowaken, Ukrainer und Ungarn…ihre Koexistenz hinterließ beeindruckende kulturelle Zeugnisse, die weder der Zweite Weltkrieg und seine Konsequenzen – Zerstörung der sozialen und kulturellen Gemeinschaften, Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat, Hunderte niedergebrannte orthodoxe Kirchen – noch die kommunistische Religionsverfolgung in den Nachkriegsjahren hat zerstören können.

Widymo repräsentiert eine neue junge multikulturelle Generation. Das Ensemble, das in polnischer und ukrainischer Sprache singt, erforscht das uralte Repertoire mehrstimmiger Gesänge, präsentiert uns spirituelle Lieder sowie traditionelle und neu arrangierte Volkslieder über die Natur und die Jahreszeiten und natürlich die Liebe. Gesungen wird im charakteristischen Stil der ostslawischen Gebiete des 16. Jahrhunderts. Alle Lieder stammen aus dem kleinen San-Tal und zeigen einen Querschnitt durch die fast tausendjährige musikalische Tradition des slawischen ›melting-pots‹.

Beginn: 18.00 Uhr // Eintritt Frei

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